Lipödem Behandlung

Behandlung des Lipödems mit der konservativen Therapie

Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE)

Bei der Behand­lung von Lipö­de­men und chro­ni­schen Lymph­ab­fluss­stö­run­gen wird im Ide­al­fall die Nor­ma­li­sie­rung, zumin­dest aber die Ver­bes­se­rung des Lym­ph­trans­ports ange­strebt. Damit soll eine nach­hal­ti­ge Lin­de­rung der Beschwer­den erreicht sowie einer Zunah­me des Krank­heits­bil­des und dem Ent­ste­hen von Begleit- und Fol­ge­er­kran­kun­gen ent­ge­gen­ge­wirkt wer­den.

In den Leit­li­ni­en der Gesell­schaft Deutsch­spra­chi­ger Lym­pho­lo­gen (DGL) wer­den fol­gen­de Behand­lungs­zie­le gesetzt:

  • Ver­bes­se­rung des Lymph­ab­flus­ses
  • Erwei­chung fibro­sklero­ti­scher Gewebs­ver­än­de­run­gen
  • Reduk­ti­on der Bin­de­ge­webs­ver­meh­rung
  • Ver­bes­se­rung der Funk­ti­ons­de­fi­zi­te der Glied­ma­ßen, um die Wirk­sam­keit der Mus­kel- und Gelenk­s­pum­pe zu erhö­hen
  • Ver­mitt­lung von Selbst­be­hand­lungs­mög­lich­kei­ten (Haut­pfle­ge, spe­zi­el­le Mas­sa­ge­tech­ni­ken zur Lymph­drai­na­ge, lym­pho­lo­gi­sche Kom­pres­si­ons­ban­da­gie­rung)
  • Rück­füh­rung bzw. Wie­der­ein­glie­de­rung der Betrof­fe­nen in ihr sozia­les Umfeld wie Schu­le, Aus­bil­dung, Stu­di­um oder Beruf
  • Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät

Zur Errei­chung die­ser Behand­lungs­zie­le hat sich die Kom­ple­xe Phy­si­ka­li­sche Ent­stau­ungs­the­ra­pie (KPE) als beson­ders wirk­sam erwie­sen. Prin­zi­pi­ell soll­te eine ganz­heit­li­che The­ra­pie des Lipö­dems fol­gen­de the­ra­peu­ti­schen Kom­po­nen­ten beinhal­ten:

  1. Haut­pfle­ge
  2. Manu­el­le Lymph­drai­na­ge (MLD)
  3. Kom­pres­si­ons­the­ra­pie (Ban­da­gie­rung bzw. Flach­strick-Ver­sor­gung)
  4. Bewe­gung
  5. Rich­ti­ge Ernäh­rung

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1. Hautpflege

Unter die­sem Begriff wer­den hier alle Maß­nah­men zur Ver­hin­de­rung bzw. Behand­lung von Erkran­kun­gen und Schä­den der Haut zusam­men­ge­fasst. Schwer­punk­te sind dabei die Wie­der­her­stel­lung und Sta­bi­li­sie­rung eines adäqua­ten Feuch­tig­keits- und Lipid-Gehalts der Haut, Schutz vor Infek­tio­nen durch Bak­te­ri­en oder Pil­ze, bzw. Behand­lung einer Stau­ungs­der­ma­ti­tis. Die oft­mals in ihrer Bar­rie­re­funk­ti­on beein­träch­tig­te Haut soll best­mög­lich rege­ne­riert wer­den.

2. Manuelle Lymphdrainage (MLD)

Die MLD ist eine sanf­te Mas­sa­ge­tech­nik zur Stei­ge­rung des Lymph­flus­ses. Sie wird in der Regel von Phy­sio­the­ra­peu­ten durch­ge­führt, die in der Metho­de spe­zi­ell aus­ge­bil­det, geprüft und zuge­las­sen sind. Die Wirk­sam­keit der manu­el­len Lymph­drai­na­ge hängt sehr von den ana­to­mi­schen und patho­phy­sio­lo­gi­schen Kennt­nis­sen der Phy­sio­the­ra­peu­ten ab.

3. Kompressionstherapie

Die Kom­pres­si­ons­the­ra­pie wird wäh­rend der Ent­stau­ungs­pha­se mit­tels Ban­da­gie­rung durch­ge­führt. Die­se wird täg­lich gewech­selt und passt sich den jeweils aktu­el­len Öde­m­um­fän­gen an. Wenn kei­ne Ödem-Reduk­ti­on mehr erreicht wer­den kann, geschieht die Kom­pres­si­ons­the­ra­pie mit­tels flach­ge­strick­ter Kom­pres­si­ons-Ver­sor­gung (Erhal­tungs­pha­se). Die Kom­pres­si­ons­wä­sche muss mög­lichst kon­ti­nu­ier­lich getra­gen wer­den.

Als ergän­zen­de Maß­nah­me hat sich sowohl im kli­ni­schen als auch ambu­lan­ten sowie häus­li­chen Bereich die Inter­mit­tie­ren­de Pneu­ma­ti­sche Kom­pres­si­ons­the­ra­pie (IPK) – auch Appa­ra­ti­ve Inter­mit­tie­ren­de Kom­pres­si­on (AIK) genannt – bewährt.

Die Kom­pres­si­ons­the­ra­pie stei­gert den Druck im inters­ti­ti­el­len Gewe­be. Damit erfüllt sie eine Viel­zahl von Funk­tio­nen gleich­zei­tig:

  • Sie wirkt der Ultra­fil­tra­ti­on ent­ge­gen, es gelangt weni­ger Flüs­sig­keit ins Gewe­be
  • Sie unter­stützt die Resorp­ti­on, es wird mehr Flüs­sig­keit aus dem Gewe­be in die venö­sen Blut­ge­fä­ße „gepumpt“
  • Sie ver­bes­sert die Funk­ti­on der Klap­pen und der Strö­mungs­ver­hält­nis­se in den Lymph­ge­fä­ßen und Venen und damit den lympha­ti­schen und venö­sen Abfluss
  • Sie ver­teilt das Ödem über eine grö­ße­re Flä­che, wodurch wesent­lich mehr Lymph­ge­fä­ße am Abtrans­port der Flüs­sig­keit betei­ligt wer­den
  • Sie akti­viert die Mus­kel- und Gelenk­pum­pe und ver­bes­sert dadurch den venö­sen und den lympha­ti­schen Abfluss ent­ge­gen der Schwer­kraft
  • Der ober­fläch­li­che Mas­sa­ge­ef­fekt des Kom­pres­si­ons-Gestri­ckes regt die Mikro­zir­ku­la­ti­on an, der Stoff­aus­tausch der ein­zel­nen Kör­per­zel­len wird inten­si­viert

4. Bewegung

Bewe­gung in Kom­pres­si­ons­wä­sche akti­viert die Mus­kel- und Gelenk­pum­pe. Dies inten­si­viert den Abstrom von Lymph­flüs­sig­keit sowie den Rück­strom venö­sen Blu­tes zum Her­zen. Daher müs­sen Pati­en­ten mit chro­ni­schen Lymph­ab­fluss­stö­run­gen ent­stau­en­de Bewe­gungs­übun­gen erler­nen und täg­lich mehr­mals durch­füh­ren. Bewe­gungs­the­ra­pie und sport­li­che Akti­vi­tät sind nicht nur eine hoch­wirk­sa­me Ent­stau­ungs-Maß­nah­me, sie haben auch all­ge­mein gesund­heits­för­dern­de und posi­ti­ve psy­cho­lo­gi­sche Aus­wir­kun­gen. Sie kön­nen durch bestimm­te Atem­the­ra­pi­en unter­stützt wer­den.

5. Ernährung

Eine aus­ge­gli­che­ne und gesun­de Ernäh­rung soll­ten in jedem Fall in die Behand­lung inte­griert wer­den. Ger­ne bera­ten wir Sie dies­be­züg­lich und klä­ren Ihren Ernäh­rungs- und falls nötig Hor­mon­sta­tus detail­liert ab.

Wie funk­tio­niert die Lipö­dem Behand­lung mit einer Ope­ra­ti­on?

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